Alle Jahre wieder, wenn die schönste Jahreszeit anbricht und das erste Frühlingsgrün sprießt, beginnt das Leid von Millionen Menschen. Denn auch in Deutschland haben viele Erwachsene und auch ein nicht unerheblicher Prozentsatz aller Kinder Heuschnupfen – sie reagieren also allergisch auf Pollen. Die typischen Beschwerden sind Niesattacken, eine verstopfte Nase, verquollene, juckende und brennende Augen bis hin zu Asthmaanfällen. Das Allgemeinbefinden der Patienten ist während dieser Zeit des Pollenfluges zeitweise erheblich angeschlagen.
Von Januar bis in den Herbst hinein machen vor allem drei Pollengruppen an Heuschnupfen leidenden das Leben schwer:
– Baumpollen
Speziell die so genannten Frühblüher wie Haselnuss, Erle und Birke (Blütezeit Januar bis Mai) lösen Heuschnupfen aus.
– Gräser- und Getreidepollen
Gräser- und Getreidepollen fliegen hauptsächlich von Mai bis in den September.
– Kräuterpollen
Vor allem Beifußpollen, aber auch Wegerich, Löwenzahn und Holunder reizen Heuschnupfenpatienten im Spätsommer.
Die unangenehme Heuschnupfenkarriere beginnt oft erst mit Reaktionen auf nur eine Pollenart. Doch in vielen Fällen dehnt sich die Überempfindlichkeitsreaktion nach und nach auf immer mehr Blütenpollen und auch andere Allergene wie Hausstaub aus. Das macht es immer schwieriger, den Auslöser aus dem Weg zu gehen.
Meiden der Allergieauslöser – das ist auch bei Heuschnupfen das Allerwichtigste. Wer seine persönlichen Pollenfeinde und ihre Flugzeiten bereits kennt, kann eine ganze Menge tun, um die Beschwerden zu minimieren.
Drei Möglichkeiten hält die moderne Medizin zur Vorbeugung, Behandlung oder Desensibilisierung für Heuschnupfengeplagte bereit.
Nasensprays, Augentropfen, Inhalationslösungen und Dosiersprays lindern Beschwerden oder lassen sie gar nicht erst auftreten.
Voraussetzung ist, dass man mit diesen Medikamenten ein bis zwei Wochen vor der entsprechenden Pollensaison beginnt.
Ist der Heuschnupfen erst einmal ausgebrochen, helfen Antihistaminika mit den Wirkstoffen Cetirizin und Loratadin die Beschwerden in den Griff zu bekommen.