Cardio-Geräte in den verschiedensten Arten sind fester Bestandteil eines jeden Fitness-Studios. Und auch bei denjenigen, die in den eigenen vier Wänden trainieren, sind sie häufig anzutreffen. Dabei hat das Radergometer als klassischer Heimtrainer, genauso wie im Studio, Konkurrenz bekommen. Vor allem der Stepper hat sich inzwischen etabliert, und mit ihm die Debatte, welches Gerät von beiden das geeignetere ist. Eine Frage, die Trainierende im Fitness-Studio sich durchaus stellen können, denn sie haben üblicherweise beides zur Verfügung, kennen aber meist nicht die Unterschiede. Für Heimtrainierende wiederum wird die Wahl des richtigen Geräts spätestens bei der Neuanschaffung von Bedeutung.
Betrachtet man den reinen Trainingseffekt pro Zeit, so ist die Entscheidung eigentlich einfach. Denn Trainingseinheiten mit dem Stepper können vergleichsweise immer als intensiver betrachtet werden; selbst ohne zusätzlichen Widerstand ist die nötige Anstrengung üblicherweise wesentlich größer als auf dem Radergometer. Somit lassen sich hier also starke Trainingsreize setzen und auch dementsprechende Resultate erzielen.
Doch im Umkehrschluss verlangt dies nach einer gewissen Grundkonstitution und vor allem einer guten Koordination. Anfänger haben somit oft Probleme, effektive Trainingseinheiten auf dem Stepper zu absolvieren, ohne Überbelastungen zu riskieren. Mit dem Fahrrad-Ergometer hingegen ist ein behutsamer Trainingsfortschritt besser zu gewährleisten, zumal über progressiv gesteigerten Widerstand und verlängerte Trainingsdauer auch hier gute Fortschritte erzielt werden können. Für Anfänger ist es auch von Vorteil, dass die koordinativen Anforderungen auf dem Radergometer deutlich geringer sind, nur absolute Fahrrad-Ungeübte haben anfänglich möglicherweise leichte Probleme.Dieser äußern sich meist in einer schnellen Ermüdung der Oberschenkel-Muskulatur, mit zunehmender Trainingserfahrung verbessert sich dies aber rasch.
Das Fahrrad-Ergometer ist auch eindeutig die bessere Wahl bei Problemen mit der Wirbelsäule oder starkem Übergewicht, das Risiko einer übermäßigen Belastung ist hierbei deutlich geringer. Ein Ausschluss-Kriterium für beide Geräte ist im Übrigen eine bestehende Vorerkrankung an Hüft- oder Kniegelenken.
Ein weiterer interessanter Aspekt des Fahrrad-Ergometers liegt darin, dass es ein üblicherweise für die Leitungsdiagnostik verwendetes Gerät ist. Die Sportwissenschaft hat hiermit viel Erfahrung, dementsprechend zuverlässig sind Leistungstests und Trainingsprogramme, die auf dem Radergometer absolviert werden. Mit einem drehzahlunabhängigen Gerät lassen sich gut abstimmbare und reproduzierbare Workouts konstruieren, die eine permanente Analyse der Leistungsentwicklung erlauben.
Somit hängt die Wahl zwischen den beiden Ergometer-Typen hauptsächlich von den eigenen Vorbedingungen und der eigenen Zielsetzung ab. Wer sich als fortgeschrittenen Sportler betrachtet, in guter Form ist und harte Trainingseinheiten bevorzugt, ist mit dem Stepper gut bedient. Wer aber erst noch in Form kommen oder eine dauerhafte Leistungs-Diagnostik betreiben möchte, sollte sich für das Training auf einem hochwertigen Fahrrad-Ergometer entscheiden.